Diakonieausschuss

In der St. Mauritius Kirchengemeinde sind 17 diakonische Einrichtungen / Gruppen aktiv. Telefonnummern und Adressen sind in jeder Gemeindezeitung "Kontakte" bei „Diakonische Einrichtungen“ aufgeführt.

Der Begriff Diakonie steht für unterschiedliche Bedeutungsbereiche:

  1. Einmal umfasst der Begriff Diakonie die beiden großen konfessionellen Wohlfahrtsverbände und Trägerorganisationen Diakonisches Werk und Deutscher Caritasverband.
    Als Wohlfahrtsverband ist die Diakonie durch Spendenaufrufe bekannt. Sie organisiert und finanziert z. B. die internationale Katastrophenhilfe. Als Trägerorganisation ist die Diakonie durch große soziale Einrichtungen bekannt, wie z.B. die von Bodelschwinghschen Anstalten Bethel in Bielefeld.
  2. Zum anderen wird Diakonie als berufsmäßiger Dienst für Arme, Kranke und Hilfsbedürftige innerhalb der evangelischen Kirche verstanden, wie z.B: Sozialarbeiter/innen an Beratungsstellen des Diakonischen Werkes oder alle Sozialberufe in diakonischen und kirchlichen Einrichtungen, die professionelle Hilfe im Rahmen ihrer beruflichen Erwerbstätigkeit ausüben.
  3. Zu den Wurzeln der Diakonie gehört aber auch die freiwillige Hilfe, die unentgeltlich in einen organisatorischen Rahmen (z.B. Kirchengemeinde) geleistet wird.

Der Ursprungssinn geht auf alt- und neutestamentliche Aussagen zurück:

  • 3. Mose 19,18: ,,Du sollst deinen nächsten lieben wir dich selbst;..."
  • Lukas 10,27: Gleichnis vom barmherzigen Samariter
  • Joh. 13,12-17: Die Fußwaschung durch Jesus
  • Matth. 25: Die Taten der Nächstenliebe:
    (Hungrige speisen, Durstige zu trinken geben, Nackte bekleiden, Fremde aufnehmen, Kranke und Gefangene besuchen)

Luthers Theologie wird auch als ,,diakonische Theologie" bezeichnet:
Für Luther ist die Gerechtigkeit durch Gott an uns geschenkt und nicht käuflich (z.B. durch Nächstenliebe) zu erwerben. Dadurch entsteht erst die Freiheit zur Hinwendung zum Nächsten:

  • ,,Die durch Gott geschenkte Gerechtigkeit aus Glauben ermöglichf erst die freie Hinwendung zum Nächsten...." (Bejick 1998:7)

Die bisherige Arbeit des Diakonieausschusses:

  1. Formelle Aufgaben:
  2. Förderung der Netzwerke
  3. lnitiierungen und Durchführungen von diakonisches Aktivitäten

Zu den formellen Aufgaben gehören:

  1. Die Kollektenplanungen:
    Neben den Pflichtkollekten gibt es Wahlkollekten, die vom Diakonieausschuss bestätigt werden oder durch selbstbestimmte Empfänger ersetzt werden.
  2. Zuwendungen:
    Durch Zuwendurigen aus der Diakoniekasse können andere soziale Dienste unterstützt werden, wie z.B. der Diakoniefond des Kirchenkreises oder die Beratungsstelle des Kirchenkreis-Sozialdienstes.
  3. Einzelzuwendungen:
    Zweckgebundene und personen bezogene Unterstützung von EinzeIpersonen, wie z.B: Fahrtkosten von Freizeiten, aber auch Kleidung, Möbelstücke usw.

Förderung von Netzwerken:

  1. Kontakt, Kooperationen, Mitwirkungen oder Ergänzungen anderer sozialer Hilfestellungen: z.B. die Tafel, Hospizarbeit, Generationennetzwerk, Aktivitäten der Stiftung Dissen.
  2. Kontakte und Synergien mit professionellen diakonischen Angeboten des Kirchenkreises (z.B. Kirchenkreissozialarbeit) oder sozialer Einrichtungen (z.B: Altenheim, amb.Pflegedienst).

Diakonische Aktivitäten

  • Z.B. Besuchsdienst, Geburtstagskaffee, Deutschkurs, Kirchenstübchen, Generationennetzwerk.

Vorsitzender des Diakonieausschusses

Erik Neumann
Tel.: 05421-4741